BRAINRESTART®

 

Der holistische, transprofessionelle Therapieansatz in der Neurorehabilitation

                                        Nur gemeinsam zum Ziel!

Lernbegleitung in der Interaktion
(nach Hans Sonderegger) 

Für das therapeutische Arbeit und das Lernen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Einschränkungen in Aktivitäten, Lernen und Teilhabe, bedingt durch beeinträchtigte Körperfunktionen und Körperstrukturen (ZNS) / Neurorehabilitation

Patienten Zielgruppe: Minimal Consciousness, TBI(sABI), nach Reanimation, Hypoxie, Hemiplegie, ICP, Syndrome (Down Syndrom, Asperger, Fragiles X..), Autismus

Die Kursinhalte für Ergo-,Physiotherapeuten, Logopäden, Pfleger, Psychologen, Heilpädagogen, Sonderpädagogen, Ärzte

1. Unser dynamisches Nervensystem

2. Entwicklung und Struktur alltäglichen zielorientierten Handelns und die Rolle der haptischen Wahrnehmung
• In Berührung kommen
• Umfassen – Wegnehmen – Ablegen
• Transportieren – Ortswechsel

3. Die Bedeutung der Ausgangsstellung incl. Stehen mit Extensionsschienen

4. Auswirkungen veränderter Wahrnehmung auf Entwicklung und Lernen
   • Erkennen der Möglichkeiten und Grenzen der Betroffenen
   • Die Kompetenzbeurteilung. Beobachten und Beschreiben des Verhaltens, ICF
   • Erarbeiten von Ansätzen zur Begleitung, Unterstützung beim Lernen
   • Selbsterleben veränderter Wahrnehmung und Körperstrukturen

5. Lernbegleitung als geführte Interaktion:
• Körper – Welt, Körper – Objekt
• Das pflegerische Führen oder das Körper in Welt – Führen
• Das einfache Führen oder das gemeinsame Bewältigen einer Alltagshandlung

6. Das räumliche und kausale Denken 

7. Die Möglichkeiten zum nonverbalen und verbalen Spracherwerb über die geführte Interaktion.

Bisherige AUFBAUMODULE: 

  • Gedächtnis – Memory innerhalb der geführten Interaktion
  • Nummerische Netzwerke und die Zeit  oder oben ist oben und unten ist unten
  • Das Verb und seine Bedeutung innerhalb der geführten Interaktion
  • Neglect – Die Rückeroberung der nicht  beachteten Seite
  • Der Mund – das Tor zum Gehirn 
  • Die sinnvolle Integration emotionalen Handels in die Therapie
  • Die Bedeutung des dynamischen Nervensystems
  • Brainfood – welche Ressourcen können wir aktivieren für ein besseres Outcome

Unsere 25 jährige Erfahrung im Bereich der Neurorehabilitation geben wir gerne weiter. Wir werden euch fundiert weiterbilden, Praxisnah, voll im Alltag, immer mit Patient! Wir stehen euch auch nach der Fortbildung zur Verfügung.

Wir, dass sind Therapeuten, Pfleger, Psychologen und Ärzte aus Europa ( Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien) 

 

Unsere Neuro-Community BRAINRESTART® startet bald! Werde Mitglied und tausche dich aus.

Und das Buch über unsere therapeutische Erfahrungen an Hand von 11 Fallbeispielen ist fast druckreif:  In Kontakt       

Möchtest du mehr über die Inhalte und den wissenschaftlichen Ansatz wissen, lese weiter!

BRAINRESTART® mind body emotion

Ein wesentlicher Baustein dieses Therapieansatzes wird bestimmt von dem Verständnis zur haptischen Wahrnehmung und dem daraus generierten Wissen und Lernen. Durch das aktive, explorative Tasten und Berühren wird unsere Wahrnehmung erzeugt (Grunwald, 2012). Sie liefert uns zusammen mit allen anderen Sinnesorganen die Information über die Eigenschaften unserer Umwelt. Gleichzeitig beinhaltet die Haptik auch die Interozeption, die Information über den eigenen Körper.

Jegliche Art von Hirnverletzung verändert diesen komplexen Prozess der Wahrnehmung und Wissensaquirierung. „Dass wir uns selbst als zur äußeren Umwelt abgrenzbare individuelle Person und Körper, als physische Einheit, als zeitlich und dreidimensional existierenden Organismus erleben können, ist eine Elementarleistung unseres Tastsinnessystems.“, mit diesen Worten fasst Grunwald (2012, S. 95) die herausragende Bedeutung des Tastsinnes zu Beginn seines Beitrages Haptik zusammen. „Ein Verlust sämtlicher Funktionen desselben würde ein menschlicher Organismus nicht überleben.“ Daraus leitet er ab: „Man kann nicht nicht berühren.“ (2012, S. 97)

Und auch weitere Vordenker wie John Locke (1632 -1704) prägten unter anderem Grundsätze wie: „Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen war.“ Und auch die Pädagogik von Johann Heinrich Pestalozzi (1764 -1827) fordert ein „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“! Auch für unser Symbolsystem der Sprache und der Begriffsbildung beschreibt Kiese-Himmel (2001, S.111) „…die Hand fungiert als Verbindungsstück zwischen Sprachsystem und motorischem System auf neuraler Ebene.“ So auch bestätigt aus Studien von Koester und Schack, 2016.

Ein Patient, der sich selbst, seinen Körper und den Kontakt zur Welt verloren hat oder deren Verbindungen irgendwie gestört sind, kann kaum oder nur schwer lernen oder zurück ins Leben kommen. Dafür sind diese basalen haptischen Informationen und deren Verarbeitung maßgeblich wichtig. Deswegen halten wir Bottom-up Prozesse für absolut notwendig in Form von stabilen, verlässlich tragenden Unterlagen und Seiten (die Nische), unterstützenden, intermittierenden Druckverstärkungen in die Unterlagen in Verbindung mit kleinen zielorientierten Bewegungen des Körpers.

Dabei geht es schon sehr früh im Therapieverlauf und bei offensichtlich geringer Aufmerksamkeit des Patienten um Themen wie Gleichgewicht und Stabilität – eine erste Vorbereitung für Stehen und Gehen. Nur dann- wenn die haptische Wahrnehmung als Chefin ihre Arbeit angetreten hat – ist es unserer Erfahrung nach möglich, effektiv Top-down Prozesse einzuleiten, wie sich selbständig Schuhe anziehen oder nach dem Glas greifen, um zu trinken. Dieses Training bietet der reichhaltige Alltag besser als jede Maschine. Noch dazu ist der Alltag kostengünstiger, dreidimensional, physikalisch umfassend (kausales Regelwissen) und immer gegenwärtig.

Ich habe zahlreiche Patienten getroffen mit neuralem Overload, Schmerzepisoden und Abhängigkeiten, neurokognitiven Entgleisungen in Form von Aggression, Depression und emotionalen Krisen oder solche, die zum Sterben aufgegeben wurden.
Nach intensiven Therapien mit BRAINRESTART® wird aus dem Overload und den neuralen Entgleisungen ein entspannter, bei sich ankommender, emotional stabilerer Patient, der nicht sterben muss – ein Ausgangspunkt für den individuellen Weg zurück ins Leben.
Wir haben festgestellt: je früher dem Patienten im Rehabilitationsprozess BRAINRESTART® zuteilwird, desto besser ist sein Outcome. Dafür ist ein umfassend agierendes, zielgerichtet arbeitendes Team aus Familie, Pflege, Therapeuten und Arzt hilfreich.

Seit 20 Jahren bietet die Neurologische Klinik Bad-Neustadt als eine ihrer Säulen das Wahrnehmungsmodell BRAINRESTART® an. In Italien arbeitet das Ospedale Riabilitativo di Alta Specializzazione S.p.A. in Motta di Livenza nach dem BRAINRESTART® Ansatz seit 2014. Gerade durften wir, auf Einladung der AN SAOL Foundation, eine Einführung BRAINRESTART® in Irland halten. AN SAOL möchte mit einem Pilotprojekt die neurologische Rehabilitation in Irland weiter voranbringen und hat dafür ein Ambulantes Tageszentrum in Dublin gegründet für Menschen mit sABI.

Viele Therapeuten haben sich in Kursen bei Hans Sonderegger, Pat Davies und mir fortgebildet und praktizieren diesen Ansatz in ihrem therapeutischen Alltag mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Die nächste Einführung in BRAINRESTART® findet vom 16.11. – 17.11.2019 bei Admedia in Chemnitz statt.

Es existiert ein international agierendes interdisziplinäres Netzwerk Sonderegger zum Austausch, für Fortbildungen + Lehre und zur Weiterentwicklung.

                                                                                                                    

 

 

 

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